Bildungschancen für alle Bildung geht unabhängig von den Zuständigkeiten alle an. Die Bundesregierung will deshalb die Bildungsangebote für die Menschen als Chance für den individuellen sozialen Aufstieg und als Quelle von Wohlstand für alle verbessern.
Bund und
Länder arbeiten aber auch wegen des hohen Fachkräftebedarfs und der
demografischen Entwicklung verstärkt zusammen. Sie haben am 22. Oktober 2008
auf dem Qualifizierungsgipfel mit der Bundeskanzlerin in Dresden die
"Qualifizierungsinitiative für Deutschland – Aufstieg durch Bildung"
auf den Weg gebracht. Die im Juni 2010 konkret vereinbarten Maßnahmen reichen
von der frühkindlichen Bildung bis zur Weiterbildung.
In den nächsten Jahren werden außerdem die Ausgaben für Bildung und Forschung
auf 10 Prozent des Bruttoinlandproduktes steigen. Um dieses Ziel zu erreichen,
müssen Bund, Ländern und Kommunen sowie Wirtschaft und Private mindestens 13
Milliarden Euro zusätzlich investieren. Die Bundeskanzlerin hat zugesagt, 40
Prozent dieser Summe aufzubringen. Allein bis 2013 wird die
Bundesregierung zusätzlich 12 Milliarden Euro in Bildung und Forschung
investieren.
Der
Bildungserfolg darf nicht von der sozialen Herkunft abhängen und nicht an
finanziellen Hürden scheitern. Bildung ist ein Bürgerrecht. Dazu gehören faire
Startchancen für alle. Kein Kind und kein Talent dürfen verloren gehen. Alle
jungen Menschen sollen eine qualifizierte Berufsausbildung erhalten oder
studieren dürfen. Deshalb werden bis 2015 weitere 275.000 Studienplätze
geschaffen, das Bafög erhöht und Begabte durch ein nationales
Stipendienprogramm gefördert. Junge Menschen profitieren zusätzlich von der
Förderung der Hochschulen und der Wissenschaft.
Durch die Exzellenzinitiative sind bereits bundesweit neun Spitzenuniversitäten
entstanden. Die Qualität der Lehr soll verbessert werden. Und nicht zuletzt
kommt Nachwuchswissenschaftlern die verstärkten Investitionen in
Forschungseinrichtungen durch den Pakt für Forschung und Innovation zu Gute.
Damit Deutschland als führendes Hightech-Land gestärkt aus der Krise
hervorgeht, investiert die Bundesregierung gerade in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten in die Bildung. Denn gut ausgebildete Menschen sind die wichtigste
Quelle von Wohlstand und Wachstum. Der Schwerpunkt der kommunalen Investitionen
liegt deshalb mit 65 Prozent klar im Bildungsbereich: Für Kindergärten,
energetische Sanierung von Schulen und Hochschulen sowie Forschung. Ergänzt
durch den Beitrag der Länder beläuft sich die zur Verfügung stehende Summe auf
insgesamt 8,666 Milliarden Euro.
(Quelle: www.bundesregierung.de)
